Der Internet
Explorer aus dem Hause Microsoft erfreut sich allgemein großer Beliebtheit
und Verbreitung. Dies liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass der Internet Explorer
bei allen Windows-Versionen standardmäßig vorinstalliert ist und somit
quasi als Standardwerkzeug zum Surfen im Internet dient.
Durch die hohe Verbreitung, aber teilweise auch Erweiterungen wie ActiveX, existieren
für den Internet Explorer jedoch zahlreiche Sicherheitslücken (sog.
Exploits). Das Spektrum reicht hierbei von der Gefahr, sich beim bloßen
Surfen einen Virus, Wurm oder ein trojanisches Pferd einzufangen (sog. Drive-by-Downloads),
über die Gefahr des Datendiebstahls (siehe hierzu die Punkte Spyware
und Phishing) bis hin zur Gefahr, welche von Dialern
ausgeht (dies betrifft i.d.R. aber nur Benutzer, welche sich per Modem/ISDN ins
Internet einwählen).
Zwar veröffentlicht Microsoft in unregelmäßigen Abständen
Sicherheitsupdates für den Internet Explorer,
jedoch können dabei ggf. nicht alle Exploits vollständig beseitigt werden.
Hinzu kommt, dass sich allzu viele Anwender leider nicht im Klaren darüber
sind, wie wichtig Sicherheitsupdates sind und folglich mit einem ungepatchten
Windows & Internet Explorer arbeiten. Die aktuelle Version 8 sowie die kommende
Version 9 enthalten zwar verbesserte Sicherheitsmechanismen, viele Anwender setzen
aber noch die alten Versionen ein und das Problem der hohen Verbreitung (und somit
für einen Angreifer interessanten breiten Angriffsfläche) bleibt jedoch
bestehen.
Ohne nun jedoch komplett vom Internet Explorer abraten zu wollen, möchten
wir Ihnen dennoch an dieser Stelle den Einsatz eines alternativen Browsers empfehlen.
Hierzu stellen wir Ihnen nachfolgend kurz zwei Browser vor, welche in Ihrem Funktionsumfang
mit dem Pendant aus dem Hause Microsoft auf den meisten Webseiten Schritt halten
können, als angenehmen Nebeneffekt aber für viele der Sicherheitslücken
im Internet Explorer nicht anfällig sind. Dies heißt in der Konsequenz
aber selbstverständlich nicht, dass diese Browser als Allheilmittel
und als 100% sicher angesehen werden können (siehe Vorwort
- eine 100%ige Sicherheit ist zu keinem Zeitpunkt möglich)! Sicherheitsupdates
sind für diese anderen Browser ebenso wichtig wie beispielsweise für
das Betriebssystem.
Mozilla Firefox
Dieser kostenlose Browser ist die Auskopplung der Browser-Einheit der Mozilla
Suite (Browser + Email-, Newsgroup- und IRC-Client sowie HTML-Editor). Da
der Code der Mozilla Suite aber mit der Zeit immer umfangreicher und damit schwieriger
zu warten wurde, ist Mozilla
Firefox eine komplette Neuentwicklung und als Installationspaket nur wenige
MB groß. Er kann nahezu alle Seiten in gleicher Weise wie der Internet Explorer
darstellen und unterscheidet sich auch vom Aussehen und der Bedienung nur minimal:

Der Umstieg auf Firefox fällt also nicht schwer, wobei der Internet Explorer
auch nach wie vor weitergenutzt werden kann, da dieser bei der Installation von
Firefox unberührt bleibt. Firefox ist auf der offiziellen
Download-Seite für diverse Plattformen (Windows, Mac OS X, Linux
i686) in vielen verschiedenen Sprachen erhältlich. Bei der Installation bietet
sich des weiteren die Möglichkeit, bereits im Internet Explorer angelegte
Favoriten zu importieren (diese finden sich später in Firefox als Bookmarks/Lesezeichen
wieder).
Da das Installationspaket von Firefox wie gesagt nur wenige MB umfasst, werden
evtl. noch einige Plugins zum Betrachten von Webseiten mit speziellen Inhalten
benötigt. Es empfiehlt sich daher, nach der Installation von Firefox folgende
Plugins nachzuinstallieren:
Firefox weißt Sie jedoch auch daraufhin, falls eine Website Inhalte verwendet,
für die kein Plugin vorhanden ist, und bietet Ihnen daraufhin die Möglichkeit,
diese fehlenden Plugins direkt nachzuinstallieren.
Opera
Als Alternative zu Mozilla Firefox können Sie auch den kostenlosen Browser
Opera einsetzen.
Auf der Hersteller-Homepage
finden Sie weitere Informationen
zum Programm.